Japanischer Kimonostoff

Hallo Ihr Lieben!

Die letzten Wochen habe ich mich sehr intensiv einem ganz besonderen Projekt gewidmet. Ich hatte in einem der letzten Beiträge schon erwähnt, dass etwas Neues auf mich zukommt. Das Thema fesselt mich sehr und ich habe mir viel Zeit für Verarbeitung, Recherche und Schnittmusterentwürfe genommen. Aber worum geht es eigentlich?

Angefangen hat das Ganze mit meinem Weihnachtsgeschenk. Ich bekam von meinem Vater ein wunderschönes, in Leder gebundenes, Buch geschenkt. Mit Buch meine ich in diesem Fall einen Kalender/Notizbuch. Es ist sozusagen „alles in einem“, da es mehrere Hefte beinhaltet, die man sich selbst auswählen kann. Besonders ist vor allem an diesem Buch, dass man es  individuell gestalten kann. Meine Eltern haben je die erste und letzte Seite der Heftchen selbst gestaltet. Eines der Heftchen wurde natürlich für mein Kleingewerbe reserviert und mit meinem Label bedruckt. Ein weiteres Heft ist sozusagen mein Notizheft oder auch ein bisschen Tagebuch ähnlich. Es ist gekennzeichnet mit meinem Lieblingssong von den Beatles. In der Mitte, zwischen diesen beiden Heften, liegt dann der Kalender, damit ich nun auch etwas organisierter durchs Leben schreite. Ich kann es gar nicht anders formulieren als zu sagen, dass ich mich in mein Buch verliebt habe!


Mit japanischem Gewebe hat das jetzt noch nicht sonderlich viel zu tun. Dies kam erst durch den Menschen, der hinter diesen „Notebooks“, wie er sie nennt, steht. In einem Forum für Füller und weiteren Schreibinstrumenten, zur Verfügung gestellt von der bekannten Marke Pelikan, tauschen sich viele verschiedene Menschen über alles was Schreibwaren betrifft aus. Nur in diesem Forum kann man die besagten, individuell gestalteten Notebooks erwerben. Diese einzigartigen Bücher werden von manchen in sogenannten Beuteln aufbewahrt, um ihnen in der Tasche oder Rucksack einen gewissen Schutz zu bieten. Und hier komme ich ins Spiel!

Ich nähte, noch bevor ich mein eigenes Notebook hatte, meinem Vater so einen Beutel. Er stellte dies im Forum vor, wodurch viele darauf aufmerksam wurden.
Auch Füller werden natürlich gerne sicher verpackt. Eine Stifterolle ist hier auch gerade für Zeichner ein sehr bekannter Begriff. Bei den Strickenden würde es wohl der Aufbewahrung von Stricknadeln wunderbar dienen. So kam es dazu, dass sich der Notebook-Hersteller sich eine Stifterolle und einen Beutel für sein Notebook wünschte. Aber ebenso wie die Bücher selbst, sollte es etwas ganz besonderes sein. Nämlich aus japanischem Kimonostoff.

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Nishijin Ori Vorder- und Rückseite

Dieses einzigartige, wundervolle Gewebe, welches ich benutzen durfte wird Nishijin Ori genannt und wird vor allem für Kimonos verwendet. Deswegen wird es auch häufig als Kimonostoff bezeichnet. Die Art diese zu Weben ist eine alte Tradition aus Japan, die bis heute dort ausgeführt wird. Alleine deswegen finde ich diese Gewebe schon unheimlich faszinierend. Die Webstruktur ist sehr gut auf der Rückseite der Stoffe erkennbar. Aber auch die wunderschönen Muster, auch mit goldenen Fasern, machen die Stoffe absolut einzigartig.
Unter dem Begriff Kimonostoff oder auch Kimonoseide stellt man sich nun erstmal einen sehr fließenden, rutschigen Stoff vor. Wie ich hier gelernt habe ist Kimonoseide nicht gleich Kimonoseide. Dieses Gewebe kann recht fest, bis hin sogar ganz schön „bockig“ sein. Es bringt eine unheimlich tolle Stabilität mit sich, so dass gerade bei einer Rolle für Stifte, Füller, Bleistifte oder ähnliches absolut ausreichend Schutz für die innenliegenden Dinge besteht.
Gleichzeitig ist es aber auch sehr empfindlich, da wenn man es schneidet, es an den Kanten unheimlich schnell franzt. So kennt man das auch von typischen Brokat Stoffen.
Für die Verarbeitung verschiedener Accessoires habe ich mir reichlich Zeit genommen, schließlich sieht das Gewebe nicht nur hochwertig aus, sondern das ist es auch und dies spiegelt sich auch im Preis wieder.
Mein eigenes Notebook hat noch keine Hülle. Da mir persönlich die Stoffe aber auch unheimlich gut gefallen, ändert sich das vielleicht auch schon bald 🙂

Hier noch ein paar Bilder von den fertig genähten Accessoires (Beutel und Einzelaufbewahrungen für Füller, sowie Stifterollen)

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Ich frage mich, ob es vielleicht doch genug Menschen da draußen gibt, die sich gerade für die Stiftrollen interessieren würde. Ich hätte große Lust, gerade weil mir die Muster und der japanische Stil so gut gefällt, das ein oder andere Produkt in meinen Shop aufzunehmen. Der Stoff könnte sich auch sehr gut als z.B. Tablethülle eignen.
Was denkt ihr darüber? Fändet ihr ein Accessoire aus diesem Stoff interessant und wenn ja welche Art von Accessoire?

Es wird fleißig weiter genäht…
Eure Paula

Ein Gedanke zu “Japanischer Kimonostoff

  1. Paul schreibt:

    Hallo Paula,
    großes Kompliment für diese wunderschönen Stifte- und Notizbuch-Kimonos!
    Sie haben in unserem Füller-Forum (https://www.penexchange.de/forum_neu/viewtopic.php?f=16&t=20765&sid=d24bb8eb453366e10ca0afb8632be19a) für viel Bewunderung gesorgt. Solltest du dich also entschließen, weitere Exemplare verkaufen zu wollen, wirst du dort mit Sicherheit viele Abnehmer finden, schau doch gern mal vorbei 😉

    viele Grüße
    Paul

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